Mundhygiene wird oft als rein „zahnärztliche“ Angelegenheit betrachtet. Diese Auffassung ist jedoch gefährlich eng gefasst. Der Mund ist der erste Filter für die Atemwege und den Verdauungstrakt, eines der größten Bakterienreservoirs im Körper und ein entscheidender Faktor für die Entstehung einer Vielzahl von systemischen Erkrankungen – von Arteriosklerose über Lungenentzündung bis hin zu im Krankenhaus erworbenen Infektionen.
In diesem Artikel untersuchen wir das Kontinuum von der zahnärztlichen Prophylaxe bis zur Prävention von im Krankenhaus erworbenen Infektionen – und wie B|Brauns ProntOral® eines der wenigen kommerziellen Produkte ist, das dieses Kontinuum abdeckt.
Anmerkung von Traumacare: Wir arbeiten gleichzeitig mit Zahnarztpraxen und Krankenhausabteilungen zusammen – wir sehen aus erster Hand, wie die B|Braun-Produktfamilie diese beiden fragmentierten Bereiche verbindet.
1. Der Mund als Ökosystem
Der menschliche Mund beherbergt mehr als 700 verschiedene Bakterienarten, darunter:
- Streptococcus mutans, sanguinis, salivarius : orale Streptokokken
- Porphyromonas gingivalis, Tannerella forsythia : Hauptverursacher von Parodontitis
- Fusobacterium nucleatum : anaerob, mit Atherosklerose in Verbindung gebracht
- Candida albicans : häufiger Pilz
- Laktobazillen, Veillonella : weniger aggressiv
- Bei stationären Patienten: Pseudomonas, Klebsiella, MRSA, VRE
Bei einem gesunden Erwachsenen beträgt das Gesamtgewicht des Zahnbelags etwa 0,2 g. Bereits nach wenigen Tagen mangelnder Zahnpflege nimmt er drastisch zu und verschiebt die Zusammensetzung hin zu aggressiveren Krankheitserregern.
2. Von Plaque zu chronischen Erkrankungen
Die Abfolge ist klar:
- Plaquebildung auf Zähnen und Zahnfleisch
- Gingivitis : Entzündungsreaktion des Zahnfleisches
- Parodontitis : Zerstörung von Zahnhalteapparat und Knochen
- Systemische Entzündung : Anstieg von CRP und IL-6
- Exazerbation systemischer Erkrankungen :
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Atheromatose)
- Diabetes mellitus (gegenseitige Verschlechterung der Blutzuckereinstellung)
- Frühgeburt/niedriges Geburtsgewicht
- Neurodegenerative Erkrankungen (im Zusammenhang mit Alzheimer)
- Lungeninfektionen (insbesondere bei älteren Menschen)
3. Die Brücke: die Zahnarztpraxis
Der Zahnarzt ist nicht nur ein „Zahnarzt“. Er ist die erste Verteidigungslinie gegen orale Krankheitserreger, die die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen können. In der modernen Zahnarztpraxis:
- Die Reinigung stellt den normalen Biofilm wieder her
- Patientenaufklärung zur richtigen Mundhygiene
- Behandlung von Gingivitis/Parodontitis im Frühstadium
- Überweisung zu weiteren Untersuchungen in besonderen Fällen
ProntOral® wird auf verschiedene Weise in das zahnärztliche Protokoll integriert:
Nach der Zahnsteinentfernung / Wurzelglättung
Nach einer Tiefenreinigung hat der Patient freiliegende empfindliche Bereiche. ProntOral® Mundspülung 2× täglich für 5–7 Tage: – Reduziert die Bakterienbelastung in den Zahnfleischtaschen – Fördert die Schleimhautheilung ohne Reizungen – Verfärbt die Zähne nicht – wichtig für Patienten nach einer professionellen Zahnreinigung
Nach Zahnextraktion oder chirurgischen Eingriffen
Bei Weisheitszahnentfernung, Implantation oder anderen chirurgischen Eingriffen: – ProntOral® 24 Stunden nach dem Eingriff anwenden – 3× täglich für 7 Tage – Beeinträchtigt die Blutstillung nicht – Verursacht kein Wundbrennen – Ähnlicher antimikrobieller Schutz wie Chlorhexidin, jedoch ohne Verfärbungen
Bei Patienten mit häufiger Karies
Zusätzlich zum Zähneputzen und der Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta: – ProntOral® 1–2× täglich – Bekämpft Streptococcus mutans – Beugt Plaque und damit neuer Karies vor
Aphthen
- Topische Anwendung von ProntOral® mit einem Wattestäbchen direkt auf die Aphthen
- 3-4× pro Tag
- Keine reizende Wirkung
- Beschleunigung der Heilung
Bei Patienten mit Halitosis
Die Hauptursache für Halitosis sind anaerobe Bakterien auf der hinteren Zungenoberfläche. ProntOral® mit Pfefferminzgeschmack: - Reduziert die Bakterienlast - Überdeckt Mundgeruch schnell - Sorgt für langfristige Besserung, ohne den Geruch nur mit Aromen zu überdecken
4. Wann sollte der Zahnarzt das systemische Bild berücksichtigen?
Im Folgenden sind einige Anzeichen aufgeführt, die den Zahnarzt beunruhigen sollten:
- Schwere Parodontitis bei einem jungen Menschen → möglicher unkontrollierter Diabetes
- Rezidivierende Aphthen → mögliche Morbus Crohn, Zöliakie oder Immunsuppression
- Schwere orale Candida-Infektion bei scheinbar gesunden Personen → HIV und Diabetes ausschließen
- Unerklärlicher starker Mundgeruch → ausschließen gastroösophagealer Reflux oder Lebererkrankung
- Rezidivierende Ulzera → Leukämie, Autoimmunerkrankung
In all diesen Fällen empfiehlt der Zahnarzt zusätzlich ProntOral® zur Behandlung des lokalen Problems, während der Patient nach einer systemischen Ätiologie sucht.
5. Krankenhausverlegung
Wird der Patient/die Patientin aufgrund einer nicht damit zusammenhängenden Erkrankung von der Zahnarztpraxis ins Krankenhaus verlegt, bleibt die Mundhygiene weiterhin von entscheidender Bedeutung:
Auf der Intensivstation
- Prävention von beatmungsassoziierter Pneumonie (VAP) durch systematische Mundpflege 4× täglich
- Siehe verwandten Artikel: VAP-Prävention auf der Intensivstation
In der Operationsvorbereitung
- Präoperative Dekolonisation multiresistenter Erreger (MDRO) (Prontoderm® + ProntOral®)
- Siehe: Präoperative MDRO-Dekolonisation
In onkologischen Kliniken
- Management der Mukositis bei Chemo-/Strahlentherapie
- Siehe: Mukositis bei onkologischen Patienten
In geriatrischen Kliniken
- Prävention von Aspirationspneumonie bei bettlägerigen älteren Menschen
- Siehe: ProntOral® in der häuslichen Pflege älterer Menschen
6. Rückkehr nach Hause
Wenn der Patient aus dem Krankenhaus zurückkehrt:
- Häufig hat er eine mikrobielle Besiedlung erworben (einschließlich MDROs)
- Häufig veränderter Mundstatus (Mukositis, Xerostomie)
- Erfordert die Fortsetzung der im Krankenhaus praktizierten Mundhygiene
ProntOral® für zu Hause: - Setzt die Dekolonisation von MDROs fort - Verändert die Zusammensetzung der Mundpflege nicht abrupt - Erhältlich über Traumacare mit kostenloser Lieferung
7. Wie der Zahnarzt seine Patienten aufklären kann
In einer Zahnarztpraxis bietet sich eine einzigartige Gelegenheit zur Aufklärung. Der Patient kommt 2-4 Mal im Jahr zu einem Termin und ist offen für Ratschläge.
Empfohlenes Tagesprotokoll:
- Morgens: 2 Minuten Zähneputzen + Zahnseide + 10 ml ProntOral® für 30 Sekunden
- Nach jeder Mahlzeit: Mit Wasser spülen
- Abends: 2 Minuten Zähneputzen + Zahnseide + 10 ml ProntOral® für 30 Sekunden
Häufigkeit der zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen:
- Gesunde Erwachsene: 2× pro Jahr
- Ältere Menschen: 3-4× pro Jahr
- Patienten mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Immunsuppression): 4× pro Jahr
Wichtige Hinweise:
- Nicht alle Mundspülungen sind gleich.
- Alkohol kann Mundtrockenheit verschlimmern.
- Chlorhexidin kann bei längerer Anwendung Verfärbungen verursachen.
- ProntOral® vereint Wirksamkeit und Sicherheit für die tägliche und langfristige Anwendung.
9. Kombination von Dienstleistungen für Zahnärzte
Traumacare unterstützt Zahnarztpraxen mit:
- ProntOral® (erhältlich in der Praxis)
- Prontosan® Wundgel zur postoperativen Wundheilung
- Prontoderm® Tücher zur Patientendesinfektion Helimatic® wird in chirurgischen Eingriffen
- zur automatischen Sterilisation von zahnärztlichen Instrumenten (in größeren Praxen)
- und Lifo-Scrub® zur chirurgischen Händedesinfektion
eingesetzt. Die gesamte B|Braun-Produktfamilie basiert auf derselben Philosophie der Sicherheit und Biokompatibilität.
10. Fazit
Mundhygiene ist keine Produktkategorie. Sie ist eine klinische Strategie, die sich von der Zahnarztpraxis über das Krankenhaus bis zur häuslichen Pflege erstreckt. Wenn der Patient die Umgebung wechselt – von der Praxis ins Krankenhaus, vom Krankenhaus nach Hause – ist die Kontinuität des Mundpflegeprotokolls entscheidend.
ProntOral® ist aufgrund seiner Schleimhautverträglichkeit, des Fehlens von Chlorhexidin und der Möglichkeit der Langzeitanwendung ohne Nebenwirkungen eines der wenigen Produkte, das im gesamten Spektrum der Mundhygiene eingesetzt werden kann. Von der Nachsorge nach Zahnextraktionen beim Zahnarzt über die präoperative Vorbereitung im Krankenhaus und die Mundpflege auf der Intensivstation bis hin zur Behandlung von Mukositis bei Krebserkrankungen und der Pflege älterer Familienmitglieder zu Hause.
Vorbeugung von Plaque, Karies, Gingivitis und Parodontitis. Behandlung von Aphthen und Mundgeruch. Gezielte antimikrobielle Wirkung gegen multiresistente Erreger. Alles in einem Produkt, ein Ziel: die Brücke zwischen zahnärztlicher Prophylaxe und nosokomialer Infektion.
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Referenzen
- B|Braun Melsungen AG. ProntOral® Produktseite. catalogs.bbraun.com (abgerufen am 2026-05).
- Tonetti MS, et al. Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Lancet Diabetes Endocrinol. 2014;2(11):800-2.
- Sanz M, et al. Parodontitis und Schwangerschaftskomplikationen. J Clin Periodontol. 2013;40 Suppl 14:S70-84.
- Holmstrup P, et al. Komorbidität der Parodontitis: Systematische Übersicht. J Clin Periodontol. 2017;44 Suppl 18:S31-S43.
- Yoneyama T, et al. Mundpflege und Pneumonie. Lancet. 1999;354(9177):515.
- Müller G, Kramer A. Biokompatibilitätsindex von Antiseptika. J Antimicrob Chemother. 2008;61(6):1281-7.
- Welk A, et al. Die antimikrobielle Wirkung einer Mundspülung mit Polyhexamethylenbiguanid. Quintessence Int. 2016;47(5):421-431.
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Herausgeber & Redakteur
Autor: Traumacare Medical Group — exklusiver Vertriebspartner von B|Braun in Griechenland.
Letzte Aktualisierung: Mai 2026 · Haftungsausschluss: Informativ, ersetzt keine ärztliche Beratung.
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