Der Zweck eines konvexen Kolostomie-, Ileostomie- oder Ureterostomiebeutels besteht darin, einen perfekten Sitz der Basis auf der Haut zu gewährleisten, um Leckagen zu verhindern, eine der häufigsten Herausforderungen bei der Pflege eines Stomaes.
Wie sollte ein idealer konvexer Stomabeutel aussehen?
- Er sollte ausreichend Druck um das Stoma ausüben, um die peristomale Kontur, insbesondere die Hautfalten, zu glätten und so einen perfekten Hautkontakt zwischen Beutelboden und Haut zu gewährleisten.
- Gleichzeitig sollte er den richtigen Druck auf die Haut um das Stoma ausüben, damit dieses so weit wie möglich in den Beutel hineinragt. Dies verbessert den Abfluss von Stuhl in den Beutel und ist besonders nützlich bei flachen Stomata sowie bei solchen, die retrahiert sind .
- Er sollte keinen längeren Druck ausüben, der das Stoma und die umliegende Haut schädigen könnte.
- Der Beutel sollte flexibel genug sein, um sich optimal an die Körperform anzupassen, insbesondere wenn der Patient sich bewegt oder die Position ändert.
- Dadurch sollten Hilfsmittel wie Kolostomiebeutelringe überflüssig werden.
- Er sollte komfortabel sein.
Wann sollten konvexe Stomabeutel verwendet werden?
Gebogene Stomasysteme eignen sich für:
- Flache oder zurückgezogene Stomata, insbesondere bei sehr flüssigem Stoma-Sekret.
- Wenn die Stoma-Kontur Hautfalten, Runzeln, Narben oder Kanäle aufweist oder eine deutliche Erschlaffung der Bauchdecke vorliegt.
- Wenn das Stoma in einer ungünstigen Position liegt, z. B. nach unten geneigt ist oder auf Hautniveau liegt.
- Bei Schlaufenöffnungen mit zwei Öffnungen.
- Bei einem Prolaps.
- Bei Stomata mit hohem oder sehr flüssigem Sekret, um die Tragedauer des Beutels zu verlängern. Flüssigkeiten dringen viel leichter in die Hautspalten ein als geformter Stuhl.
Bei Stomaleckagen wird Ihr Arzt Ihnen in der Regel einen konvexen Stomabeutel verschreiben. Die Entscheidung basiert jedoch auf einer Beurteilung sowohl der Art des Stomas als auch des Abdomens des Patienten und seiner Konturen.
Eine solche Beurteilung ist notwendig und besonders wichtig in der frühen postoperativen Phase, da sie sich nicht nur auf die Bestimmung der richtigen Beutelgröße beschränkt, sondern den Patienten auch in verschiedenen Positionen wie Liegen, Sitzen und Stehen beurteilt.
Letztendlich entscheiden natürlich die Menschen mit einem permanenten Stoma selbst, welchen Beutel sie verwenden. Eine regelmäßige Nachuntersuchung durch einen Arzt wird jedoch stets empfohlen, da eine unsachgemäße Verwendung eines gebogenen Beutels zu Komplikationen führen kann.
Warum gibt es so viele verschiedene konvexe Beutel?
Die Verwendung eines Stomagürtels wird häufig empfohlen, um die Wirkung der Krümmung zu verstärken.
B Braun konvexe Stomabeutel
B Braun Stomabeutel bieten alle oben beschriebenen Eigenschaften und sind als ein- und zweiteilige Systeme für alle Stomaarten erhältlich.
Konvexe, einteilige Flexima-Beutel
- Basis, die als Hautschutz mit moderater Krümmung dient
- 4 mm tiefe Krümmung
- Sanft Schräge Form für gute Druckverteilung
- Für einziehbare Ausläufe
- Drei Schlitze auf jeder Seite des Schutzrings für einen Befestigungsgurt, der es dem Patienten ermöglicht, den Beutel in einem Winkel zu tragen
Konvexe einteilige Beutel Flexima
- Basis mit mäßiger Krümmung
- 6 mm tiefe Krümmung mit sanfter Neigung
- Gebogenes Design für gute Druckverteilung
- Geführtes Kupplungssystem für präzise, einfache und sichere Positionierung des Beutels auf der Basis
- Für einziehbare Ausläufe
- Drei Schlitze auf jeder Seite des Schutzrings für einen Befestigungsgurt, der es dem Patienten ermöglicht, den Beutel schräg
